Schwäbisches Tagblatt, Audimax, 23.04.2008:
"Was wäre das für ein Erlebnis: Public Viewing bei der Fußball-Euro-pameisterschaft auf dieser Projektionswand. Man würde jeden einyelnen Schweißtropfen im Antlitz der Spieler erkennen. Und vor allem könnte man bei Fouls die entschieden Bildberieche heranzommen - und die Szene wäre immer noch gestochen scharf.
Bei den Informatikern auf dem Sand steht nämlich eine def höchstauflösenden Projektionswände Europas: mit einer Breite von 2,80 auf 1,90 Metern und eine Auflösung von 64 Millionen Pixel. Etwas störend wären dabei allerdings die Ränder der 16 LCD-Bildschirme, aus denen diese so genannten Power-Wall von Roman Parys und Robert Kuchar zusammengebaut wurde. Den beiden Wissenschaftlern der Abteilung für Graphisch Interaktive Systeme (GRIS) geht es nämlich weniger um die perfekte Ansicht als um die Frage, wie die enormen Datenmengen für solch hoch aufgelöste Ansichten schnell hochgeladen und verarbeitet werden können. Dazu werden mit 16 Kameras aufgenommene Videoströme zu einen konsistenten Video zusammengesetzt. Ein erster Software-Prototyp ist in der Lage, diese hochqualitativen Videos mit einer Auflösung von 36 Megapixel wiederzugeben (zum Vergleich: HDTV hat etwa zwei Megapixel). Ein anderes Projekt beschäftig sich mit der Verarbeitung und Echtzeit-darstellung der gigantischen Informationmengen, wie sie etwa in geografischen Informationssystemen und Flugsimulatoren gespeichert sind.
Jeder der 16 Bildschirme der Power-Wall wird von einem eigenen Rechner gesteuert, deren Zusammenspiel wiederun synchronisiert werden muss.
Gefördert werden die beiden projekte mit 450000 Euro, verteilt auf drei Jahre, von der Landesstiftung Baden-Württemberg für IT-Projekte."
Schwäbisches Tagblatt, Audimax, 23.12.1999:
"Ein Mannequin durchschreitet den virtuellen Raum. Beine Hüften, Brust, Schultern, Kopf: Alles besteht aus genau berechneten Dreiecksflächen, die sich ineinander verschieben und bewegen. Der Kurzfilm ist Ergebnis einer Diplom-Arbeit am Institut für Informatik. Noch wirken die Schritte des virtuellen Models etwas eckig. Aber bis zur Promotion ist ja noch genug Zeit für Feinschliff und Eleganz. Das Prinzip ist jedoch äußerst marktfähig: Ideen und Software für dreidimensionale grafische Darstellungen lassen sich gut vermarkten."
Schwäbisches Tagblatt, 14.01.2000:
Jedes Uni-Ranking hat seine eigenen Spielregeln. Das Magazin "Bild der Wissenschaft" untersucht derzeit verschiedene Hochschulen und Disziplinen nach ihren Publikationen. Die Uni Tübingen punktete im Bereich Computergrafik und konnte als eine der ganz wenigen klassischen Universitäten mit den technisch orientierten Hochschulen mithalten. Rang drei erreichte sie (hinter der ETH Zürich und der TU Wien) als bester deutsche Hochschule bei der Zahl der Publikationen in Zusammenarbeit mit ausländischen Forschungseinrichtungen. Auf Platz sieben kam sie bei den eigenen Veröffentlichungen. Am Informatik-Lehrstuhl für Graphisch-Interaktive Systeme der Uni Tübingen, wo man sich zum Beispiel mit Visualisierungstechniken und virtuellen Simulationen beschäftigt, freute man sich natürlich über dieses gute Abschneiden. Instituts-Direktor Prof. Wolfgang Straßer: "Natürlich wissen wir, dass wir sehr gut sind. Aber dass es nun die anderen auch wissen, ist ja sehr schön."
CyberOne News 2000, 28.03.2000:
"Bewegliche 3D-Objekte und virtuelle Personen, die sich per Plugin in Office-Anwendungen installieren lassen - das ist egi.3D.art von der Tübingen egi.sys AG. Das Unternehmen will damit eine komplette 3D-Plattform für Internet-Shops auf den Markt bringen. Beim CyberOne 2000 haben die Tübinger dafür den dritten Preis gewonnen.







