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:: Vertiefungsfach Medienwissenschaften

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Informatik Diplomstudiengang mit Vertiefungsfach Medienwissenschaften.


Allgemeines

Bild-Design von Martin Breidt und Jörg Rusnak

Um dem steigenden Bedarf an Informatikern in den innovativen Bereichen der elektronischen Medien, wie digitales Fernsehen, Multi-Media und Filmindustrie, Rechnung zu tragen, wird im Studiengang Informatik an der Universität Tübingen ein Vertiefungsfach Medieninformatik angeboten. Neben einer Schwerpunktlegung im Bereich der Informatik auf die Bereiche Graphik und Multimediatechnik zeichnet sich das Vertiefungsfach durch das obligatorische Nebenfach Medienwissenschaft - Medienpraxis aus. Ab dem WS 2008/2009 wird zusätzlich der Bachelorstudiengang Medieninformatik an der Universität Tübingen angeboten. Weitere Informationen finden Sie hier. Im folgenden werden Informationen zum Studiengang Informatik mit Vertiefungsfach Medienwissenschaften zusammengestellt.

Informatik ist die Wissenschaft, Technik und Anwendung der maschinellen Verarbeitung und Übermittlung von Informationen. Informatik umfaßt Theorie, Methodik, Analyse und Konstruktion, Anwendung und Auswirkung des Einsatzes.

Die informationsverarbeitenden, insbesondere computergestützten Systeme, mit denen sich die Informatik befaßt, dienen gleichrangig von Menschen gesetzten technischen und nichttechnischen Zwecken.

Die Informatik ist ähnlich gegliedert wie andere Wissenschaften, die sich mit komplexen künstlichen, d. h. von Menschen entwickelten Systemen befassen. Aufgrund ihrer Zielsetzung und Arbeitsweise ist Informatik auch eine Ingenieurdisziplin. Die Informatik umfaßt unter anderem diejenigen Bereiche der Informationstechnik, die auf die Gestaltung von Systemen zur Erfassung, Verarbeitung, Übertragung, Verteilung und Darstellung von digitalen Informationen ausgerichtet sind.

Die Informatik ist mehr als nur eine Wissenschaft oder Technik für sich selbst. Ihre Denkweisen und ihre Werkzeuge haben in fast alle Gebiete der Wissenschaft, Wirtschaft und Technik Eingang gefunden - die Geisteswissenschaften eingeschlossen. Ganze Bereiche von Forschung und Entwicklung wären ohne ihr Gedankengut und ihre Mitarbeit nicht auf dem Stand, den sie heute erreicht haben, oder wären erst gar nicht entstanden.

Die Informatik ist daher als eine umfassende Basis- und Querschnittsdisziplin zu verstehen, die sich sowohl mit technischen als auch mit organisatorischen und sozialen Phänomenen und Problemen bei der Entwicklung und Nutzung informationsverarbeitender Systeme beschäftigt. Die Informatik erschließt darüber hinaus in allen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften neue Methoden, Denk- und Arbeitsweisen.

Medieninformatik - Ein neues Fachgebiet

Wie wir uns ausdrücken, wie wir miteinander kommunizieren und wie wir mit unserer Umwelt interagieren wird sich in Zukunft grundlegend verändern. Dabei spielt die Schnittstelle zwischen Mensch und Computer eine herausragende Rolle. Die bisher schon eingesetzten Technologien sind erst der Anfang einer sich anbahnenden Revolution. Die Entwicklung von neuen Techniken zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine und dadurch auch zur Kommunikation zwischen Menschen und ihre Anwendung in unterschiedlichsten Bereichen des täglichen Lebens ist die wesentliche Herausforderung des Informationszeitalters.

Der Begriff Medieninformatik steht für das Studium, die Entwicklung und die kreative Nutzung von Technologien für die Kommunikation mit und mit Hilfe von Computern. Die Grundlagen dieses neuen Fachgebietes stammen einerseits aus der Informatik und andererseits aus den Geisteswissenschaften. Die Integration des am Deutschen Seminar (Neuphilologische Fakultät) angesiedelten Faches Medienwissenschaft/Medienpraxis in ein den speziellen Anforderungen angepaßtes Informatikstudium trägt dieser Tatsache Rechnung. Ziel ist nicht nur das Erlernen und der Einssatz verfügbarer Technik, sondern vielmehr der Erwerb eines ausreichenden Basiswissens aus beiden Fachgebieten, um auch zukünftige Entwicklungen im Bereich digitaler Medien und Kommunikation aktiv mitgestalten oder gezielt nutzen zu können Ein Schwerpunkt des Informatikstudiums ist die Computergraphik mit den Bereichen Bildverarbeitung, Modellierung und Simulation und Visualisierung.

Tätigkeitsfelder

Überall dort, wo professionelle Multimediaproduktionen erstellt werden, werden neben versierten Anwendern von Multimediasoftware zukünftig vermehrt Experten mit breiter informatischer Grundausbildung benötigt. Gebiete, die zunehmend von multimedialen Technologien durchdrungen werden, sind Audiovisuelle Produktion, Printmedien, Werbung, TV-Gesellschaften, Spieleproduktion, Gesundheitswesen, Multimediale Datenbankanbieter, Multimediale Lehre, Telearbeit, u.s.w. Darüber hinaus werden in den verschiedensten Bereichen Informatiker mit kognitionswissenschaftlichem Grundlagenwissen für die Weiterentwicklung des Mensch-Maschine-Interfaces benötigt.

 



Gliederung des Studiums

Das Studium der Informatik besteht aus zwei Studienabschnitten. Diese werden nach vier Semestern durch die Diplom-Vorprüfung und nach neun Semestern (Regelstudienzeit) durch die Diplomprüfung abgeschlossen. Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Informatikstudiums. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat/die Kandidatin die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge seines Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse der Informatik anzuwenden.

Die folgende Übersicht gibt Auskunft darüber, wie ein Studium der Informatik mit Vertiefungsfach Medieninformatik angelegt werden kann; darüber hinaus werden Hinweise dazu gegeben, wie Prüfungspläne für die Diplomprüfung zusammengestellt werden können. Für weitere und ausführlichere Informationen zum Informatikstudium wird auf den Studienplan zum Studium der Informatik an der Universität Tübingen verwiesen.

Das Vertiefungsfach Medieninformatik zeichnet sich einerseits durch das obligatorische Nebenfach Medienwissenschaft -- Medienpraxis und andererseits durch eine spezielle Ausrichtung des Hauptstudiums aus.

Es wird empfohlen, das Informatikstudium im Wintersemester aufzunehmen. Ausnahmsweise ist ein Beginn im Sommersemester möglich, ohne daß allerdings ein Anspruch auf ein Lehrangebot besteht, das zusätzlich einem Beginn im Sommersemester entspricht. Es wird empfohlen, pro Semester 20 Wochenstunden an Vorlesungen und Übungen zu hören.

Die Grundlage für Prüfungen liefert die Prüfungsordnung der Universität Tübingen für den Diplomstudiengang Informatik. Der Studienplan konkretisiert diese hinsichtlich Details des Lehrangebots und der Prüfungen. Bei besonderen darüber hinausgehenden Fragen kann der Prüfungsausschuß um rechtsverbindliche Auskünfte gebeten werden. Aktuelle Ankündigungen von Prüfungsterminen sowie weitere Bekanntmachungen des Prüfungsausschusses werden am Schwarzen Brett des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ausgehängt.



Formalitäten

Das Informatikstudium (auch mit Vertiefungsfach Medieninformatik) beginnt jeweils zum Wintersemester. Zur Zeit gibt es noch keine Zulassungsbeschränkungen. Anmeldefrist ist der 15. Oktober. Studienbewerber richten ihren Antrag auf den amtlichen Vordrucken an die Eberhard-Karls-Universität - Studentensekretariat - Wilhelmstr. 11, 72074 Tübingen. Zur Einschreibung ist die Angabe des Nebenfachs (in diesem Fall Medienwissenschaften) nicht erforderlich.

Anlaufstellen

[externer Link] Allgemeine Informationen über die Universität

Studentensekretariat (Vordrucke zur Anmeldung, Immatrikulation, etc.)

Eberhard-Karls-Universität
Studentensekretariat
Wilhelmstr. 11
72074 Tübingen.
Homepage: [externer Link] Studentensekretariat
Tel. (nach Nachname des Studenten): 07071-29-...

  • A-Ek: 76867
  • El-Hq: 77721
  • Hr-Maq: 76446
  • Mar-R: 74205
  • S-Ve: 77725
  • Vf-Z: 72519

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Prof. Dr. W. Rosenstiel
Sand 13, 1. OG
Tel. (0 70 71) 29-7 54 82
Fax (0 70 71) 29-50 62
e-mail: [Email Link] rosenstiel(at)informatik.uni-tuebingen.de
Sprechstunde: Mi 13-14 Uhr, während der vorlesungsfreien Zeit nach Vereinbarung

Studienberatung

Eine Beratung in Studien- und Prüfungsangelegenheiten zum Studium der Informatik wird durchgeführt von:
Herrn Martin Bogdan
Sand 13 - Raum 118 - 1. OG
Tel. (0 70 71) 29-7 40 15
e-mail: [Email Link] bogdan(at)informatik.uni-tuebingen.de
Beratung: Do. 14-15 Uhr

Prüfungssekretariat (Prüfungsanmeldung, Prüfungspläne, etc.)

Frau Sabrowski
Sand 13
e-mail: [Email Link] brigitte.sabrowski(at)uni-tuebingen.de
Sprechstunde: Di. u. Do. 13.30 - 15.30 Uhr



Informationen zum Studiengang

Grundstudium

Abbildung 1 gibt eine Übersicht über die Lehrveranstaltungen und Prüfungsanforderungen im 1. Studienabschnitt in Mathematik und Informatik. Das Grundstudium umfaßt inhaltlich vier Fachgebiete:

  • Informatik
  • Technische Informatik
  • Mathematik (Analysis, Lineare Algebra, Praktische Mathematik)
  • Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis

Hauptfach

Abbildung 1: Übersicht über die Lehrveranstaltungen und Prüfungsanforderungen für das Hauptfach Informatik im ersten Studienabschnitt

Der Vorlesungszyklus Informatik I - III führt in die Grundlagen der Praktischen Informatik sowie der Theoretischen Informatik ein. In der Vorlesung "Informatik I" werden Methoden und Hilfsmittel entwickelt, die es gestatten, ein Problem schließlich in ein Programm umzusetzen. Hierbei wird auch das Programmieren erlernt und geübt. In "Informatik II" wird die Ausführung von Programmen durch Maschinen untersucht (maschinennahes Programmieren).

Die theoretischen Grundlagen der Informatik werden in "Informatik III" behandelt, wobei Fragen aus den Gebieten Berechenbarkeitstheorie und Formale Sprachen im Vordergrund stehen.

Die Vorlesung "Algorithmen" baut auf "Informatik I" und "Informatik II" auf und behandelt Methoden zum Entwurf und zur Analyse effizienter und optimaler Algorithmen sowie zur Abschätzung von Speicher- und Zeitbedarf.

Das Gebiet der Technischen Informatik beginnt mit der Vorlesung "Technische Informatik I", welche auf die elektrischen und physikalischen Grundlagen für die Realisierung von elektronischen Schaltkreisen in dem Maße eingeht, wie es für den Informatiker wichtig ist. Die Vorlesung "Technische Informatik II" beschreibt den Aufbau und die Organisation von Rechensystemen.

Die Vorlesungen "Analysis I" und "Analysis II" vermitteln einen logisch-strengen Aufbau der Differential- und Integralrechnung, deren Kenntnisse für jeden Naturwissenschaftler heute notwendig ist.

In den Vorlesungen "Lineare Algebra I" und "Lineare Algebra II für Informatiker" werden die Grundstrukturen der Algebra und insbesondere lineare Vektorräume behandelt. Begriffe und Gesetzmäßigkeiten sind in hohem Maße in der Informatik selbst von Bedeutung.

Um die Vorbereitung der Vordiplomsprüfung zu unterstützen, wird die Teilnahme an allen Übungen, unter Umständen mit Erwerb der Scheine, empfohlen.

Die beiden Vorlesungen "Numerik" und "Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik" bauen auf den obengenannten Vorlesungen auf. In der Numerik werden die grundlegenden numerischen Rechenverfahren behandelt, wobei das Schwergewicht auf Fragen der praktischen Anwendung gelegt wird. Die Vorlesung über Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik bringt eine Einführung in die Elemente der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der mathematischen Statistik.

Es wird empfohlen, die in der Tabelle 1 angegebene Zuordnung von Lehrveranstaltungen zu Semestern zu befolgen. Andere Reihenfolgen sind möglich. Diese sind aber in eigener Verantwortung des Kandidaten zu organisieren. Ausdrücklich wird auf mögliche zeitliche Überschneidungen zwischen Vorlesungen, Übungen und Praktika hingewiesen, die für verschiedene Semester vorgesehen sind. Ebenfalls können Überschneidungen mit Lehrveranstaltungen im Nebenfach auftreten. Die bestandene Diplom-Vorprüfung in Informatik ist Voraussetzung für die Zulassung zur Diplomprüfung (bezüglich Ausnahmen sei auf die Diplomprüfungsordnung verwiesen). Durch die Diplom-Vorprüfung soll der Kandidat nachweisen, daß er sich die allgemeinen Fachgrundlagen angeeignet hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Erfolg zu betreiben.

Tabelle 2: Übersicht über die Vordiplomprüfung
Prüfung Modus Prüfungstermin
Informatik I 1-stündige Klausur nach dem 1. Semester
Informatik II 1-stündige Klausur nach dem 2. Semester
Informatik III 1-stündige Klausur nach dem 3. Semester
Technische Informatik I 1-stündige Klausur nach dem 3. Semester
Technische Informatik II 1-stündige Klausur nach dem 4. Semester
Mathematik I-III für Informatiker / Bioinformatiker mündlich oder schriftlich (3-std. Klausur) nach dem 3. Semester
Nebenfach je nach Nebenfach je nach Nebenfach

Die Diplomvorprüfung muß bis zum Beginn der Vorlesungszeit des 5. Fachsemesters beendet sein. Ist die Diplom-Vorprüfung bis zum Beginn der Vorlesungszeit des siebten Fachsemesters einschließlich etwaiger Wiederholungen nicht abgeschlossen, so erlischt der Prüfungsanspruch, es sei denn, daß der Student die Nichtablegung der Diplom-Vorprüfung nicht zu vertreten hat. Weitere Regelungen sind der Prüfungsordnung der Universität Tübingen für den Diplomstudiengang Informatik zu entnehmen (siehe Anlage).

Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis

Das Angebot an Lehrveranstaltungen im Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis orientiert sich an aktuellen Fragestellungen und wird von Semester zu Semester bekanntgegeben. Eine mögliche Kombination von Veranstaltungen ist in Tabelle 3 wiedergegeben. Die Vordiplomsprüfung wird studienbegleitend durchgeführt.
Durchführung: Die Zwischenprüfung wird durch die erfolgreiche Teilnahme (Leistungsnachweis) an 5 der für das Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis angebotenen Lehrveranstaltungen erbracht. Die Note ergibt sich aus dem Mittelwert der gewichteten Einzelnoten der Leistungsnachweise. 

Tabelle 3: Übersicht über die Lehrveranstaltungen für das Nebenfach Medienwissenschaft im ersten Studienabschnitt
Fach Veranstaltung SWS empfohlenes Semester
Grundlagen der Medienwissenschaft Kommunikationsprozesse in den Medien 2 1
  Gestaltungsformen und Medieninhalte 2 2
  Medien und Gesellschaft 2 3
Medienforschung / Medienanalyse Methoden der Medienanalyse 2 1
  Kommunikationssysteme: Text und Bild 2 4
Medientechnik / Medienorganisation Medienrecht 2 3

Hauptstudium

Im Hauptstudium sind in den Fächern

  • Praktische Informatik,
  • Technische Informatik,
  • Theoretische Informatik und
  • Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis

vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben und jeweils durch Prüfungsleistungen in der Diplomprüfung nachzuweisen. Es wird empfohlen, pro Semester Lehrveranstaltungen im Umfang von 20 Wochenstunden zu belegen. Von diesen 80 Semesterwochenstunden sind über mindestens 48 Semesterwochenstunden Prüfungen abzulegen. Verpflichtend ist die erfolgreiche Teilnahme an einem fachspezifischen Seminar sowie die Anfertigung einer Studienarbeit. Die Diplomprüfung besteht aus der Diplomarbeit und den Fachprüfungen in

  • Praktischer Informatik
  • Technischer Informatik
  • Theoretischer Informatik
  • Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis

Eine Fachprüfung in einem Informatikfach kann in mehreren Teilen abgelegt werden. Jede Teilprüfung muß den Stoff von Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 6 Semesterwochenstunden umfassen. Eine Fach- oder Teilprüfung in einem Informatikfach wird mündlich durchgeführt. Mündliche Prüfungen dauern ca. 30 Min. Die Gegenstände und Ergebnisse einer mündlichen Prüfung sind durch einen Beisitzer in einer Niederschrift festzuhalten. Der Mindestprüfungsumfang im Bereich Praktische Informatik ist 22 SWS, wobei 16 SWS auf den Bereich Computergraphik entfallen. Im Bereich Technisch Informatik sind 12 SWS vorgeschrieben, wobei 6 SWS auf Multimediatechnik entfallen. Im Bereich Theorie ist der Mindestprüfungsumfang 6 SWS, im Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis 8 SWS, siehe Tabelle. Im Bereich Praktische Informatik sind zwei Fachprüfungen mit getrennter Benotung abzulegen.

Tabelle 4: Mindestumfang des Prüfungsstoffes in SWS
Praxis   Technik   Theorie Nebenfach
Computer Graphik siehe unten Multimediatechnik weitere    
16 6 6 6 6 8


Vorlesungsangebot für das Vertiefungsfach Medieninformatik

Hauptfach

Computergraphik

Im Bereich der Computergraphik kann aus folgenden Veranstaltungen ausgewählt werden.

Fach SWS empfohlenes Semester
Computergraphik I 2 + 2 5
Computergraphik II 2 + 2 6
Bildverarbeitung I 2 + 2 5
Bildverarbeitung I (Computer Vision) 2 + 2 6
Visualisierung I 2 + 2 7
Visualisierung II 2 + 2 8
Modellierung und Simulation I 2 + 2 7
Modellierung und Simulation II 2 + 2 8
Praktikum CG 0 + 4 7-8

Weitere Fächer der praktischen Informatik:
Als weitere Veranstaltungen aus dem Bereich Praktische Informatik werden empfohlen:

  • Datenkommunikation I + II
  • Programmierung im Internet
  • Client/Server-Systeme I + II
  • Multi-Media-Datenbanken
  • Software-Technik

Im übrigen kommen alle von der Fakultät angebotenen Seminare, Vorlesungen, Übungen und Praktika in Frage, die zu einer sinnvollen Prüfungskombination führen.

Multimediatechnik

Im Bereich Multimediatechnik kann aus folgenden Veranstaltungen ausgewählt werden:

Fach SWS empfohlenes Semester
Kommunikationstechnik / Nachrichtentechnische Grundlagen 2 + 2 5
Multimediatechnik 2 + 2 6
Bilderfassung und -kodierung 2 5-7

Nebenfach Medienwissenschaft - Medienpraxis

Das Angebot an Lehrveranstaltungen im Nebenfach Medienwissenschaft / Medienpraxis orientiert sich an aktuellen Fragestellungen und wird von Semester zu Semester bekanntgegeben. Bereits im Vordiplom geprüfte Veranstaltungen werden nicht angerechnet. Eine mögliche Kombination von Veranstaltungen ist in der folgenden Tabelle wiedergegeben.

Fach Veranstaltung SWS empfohlenes Semester
Medienproduktion / Medienpraxis Technische Kommunikation I 2 6
  Technische Kommunikation II 2 7
  Technische Kommunikation III 2 8
Medientechnik / Medienorganisation Multimediasysteme 2 5

Die Diplomprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung:

Schriftliche Prüfung: Der Bewerber hat im Prüfungsfach Medienwissenschaft eine Klausurarbeit anzufertigen. Die Arbeitszeit für die Anfertigung der Klausurarbeit beträgt fünf Stunden. Für die Klausurarbeit werden drei Themen zur Wahl gestellt. Die Themen werden vom ersten Fachprüfer unter Berücksichtigung der vom Bewerber angegebenen Schwerpunktgebiet gestellt.

Mündliche Prüfung:
Die mündliche Prüfung (Einzelprüfung) wird vom ersten Fachprüfer in Anwesenheit eines Beisitzers abgenommen. Die mündliche Prüfung dauert im Nebenfach etwa 30 Minuten.Die Zeugnisnote für das Nebenfach ergibt sich aus dem Durchschnitt der Noten, die bei den Teilprüfungen, d. h. bei der mündlichen Prüfung und der Klausurarbeit erzielt worden sind. Eine Teilprüfung ist bestanden, wenn die Note mindestens ausreichend lautet.



Zulassungsvoraussetzung für die Diplomprüfung

Als Zulassungsvoraussetzung für die Diplomprüfung sind die folgenden Leistungsnachweise aus dem Gebiet der Informatik vorzulegen:

  1. Ein Seminarschein
  2. Ein Schein über eine Studienarbeit für Fortgeschrittene
  3. Der Nachweis über die Teilnahme an Lehrveranstaltungen aus dem Gebiet "Informatik und Gesellschaft" im Umfang von insgesamt 6 Semesterwochenstunden durch benotete Scheine (1 bis maximal 3 Scheine). Im einzelnen legt die Fakultät für Informatik im vorhinein rechtzeitig fest, welche Lehrveranstaltungen hierfür anzuerkennen sind (nähere Angaben zu den in Frage kommenden Lehrveranstaltungen finden sich im Kap. 3.5).

Der Prüfungsausschuß vermittelt gegebenenfalls Studienarbeiten und auch Diplomarbeiten. Die Teilnahme an Lehrveranstaltungen ist vorbehaltlich der vorhandenen Kapazitäten unbeschränkt möglich. Eine bestimmte Reihenfolge für die Anfertigung der Diplomarbeit und das Ablegen der Fachprüfungen wird nicht vorgeschrieben. Es wird jedoch empfohlen, die Diplomarbeit erst nach der Ablegung einiger Fachprüfungen zu beginnen. In der Diplomarbeit soll der Kandidat zeigen, daß er in der Lage ist, eine Aufgabe aus dem gewählten Fachgebiet nach bekannten Verfahren und wissenschaftlichen Gesichtspunkten selbständig zu bearbeiten. In der Regel werden Diplom- und Studienarbeit von Professoren, Hochschul- oder Privatdozenten der Informatik ausgegeben und betreut. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch den Prüfungsausschuß.

Für jede Teilprüfung muß der Student einen Prüfungsplan zusammenstellen und vom gewählten Prüfer sowie anschließend vom Prüfungsausschuß genehmigen lassen. In den Prüfungsplan sind die entsprechenden Lehrveranstaltungen aus dem Vorlesungsangebot des jeweiligen Faches aufzunehmen. Um eine zu weite Streuung des Stoffes in der einzelnen Teilprüfung zu vermeiden, sollten die Vorlesungen einerseits aus wenigen Schwerpunktgebieten gewählt werden. Um andererseits einer zu starken Spezialisierung vorzubeugen, sollten die Teilprüfungen zur Praktischen Informatik aus mindestens zwei Schwerpunkten stammen. Im Einzelfall können auch weitere inhaltlich nahestehende Lehrveranstaltungen in entsprechende Prüfungspläne aufgenommen werden. Prüfungspläne sind im Prüfungssekretariat erhältlich.

Es wird empfohlen, den Aufbau des Hauptstudiums wegen der vielfältigen Wahlmöglichkeiten frühzeitig festzulegen und die sich daraus ergebenden Prüfungspläne rechtzeitig zunächst von den Prüfern und dann auch vom Prüfungsausschuß genehmigen zu lassen. Eine Änderung des Prüfungsplans vor der Durchführung der entsprechenden Prüfung ist grundsätzlich möglich, so daß gerade bei Zweifelsfällen geraten wird, sehr früh (z. B. ca. 1 Jahr vor der geplanten Prüfung) die Genehmigung des Prüfungsausschusses einzuholen. Dabei sollten noch folgende Hinweise beachtet werden:

  • Das Studium sollte so angelegt sein, daß ein breites Grundlagenwissen erworben wird, um flexible Reaktionen auf veränderte berufliche Anforderungen zu ermöglichen.
  • In den Prüfungen des Hauptstudiums wird unterstellt, daß der Stoff des Grundstudiums beherrscht wird. Vorlesungen aus dem Grundstudium können nicht Bestandteil von Prüfungsplänen sein. Das gilt im allgemeinen auch für die Prüfungspläne des Nebenfaches. Zu beachtende Besonderheiten sind an entsprechender Stelle in diesem Studienplan ausgewiesen.
  • In der Regel kann eine Lehrveranstaltung nur innerhalb desjenigen Prüfungsfachs in den Prüfungsplan aufgenommen werden, unter dem sie im folgenden aufgeführt ist. Ausnahmen hiervon kann der Prüfungsausschuß im Einvernehmen mit dem betreffenden Dozenten und den zuständigen Fachvertretern zulassen.
  • Übungen können nur in Verbindung mit den entsprechenden Vorlesungen in die Prüfungspläne aufgenommen werden und erfordern zur Anerkennung einen Übungsschein. Der Übungsschein muß spätestens bei der Anmeldung zur Prüfung im Prüfungssekretariat vorgelegt werden. Vorn beschriebene Ausnahme im Fach Theoretische Informatik ist dabei zu beachten.
  • Praktika sind zwar im Vorlesungsverzeichnis und im Studienplan mit dem tatsächlichen Zeitumfang angegeben, können aber nur mit maximal 4 SWS im Prüfungsplan anerkannt werden. Pro Gebiet (Praxis, Technik, Theorie, Nebenfach) ist ein Praktikum anrechenbar. Im Bereich Praxis sind zwei Praktika anrechenbar. Zum besseren Verständnis des Vorlesungsstoffs wird allerdings die Teilnahme auch über den anrechenbaren Umfang hinaus dringend empfohlen. Als Nachweise für die erfolgreiche Teilnahme an Praktika werden entsprechende Scheine ausgestellt.
  • Wegen der für eine Prüfung geforderten inhaltlichen Breite können Studierende nicht davon ausgehen, daß jede Veranstaltung mit jeder anderen Veranstaltung im selben Gebiet (theoretische, praktische oder technische Informatik) kombinierbar ist. Wer sicher gehen will, daß bestimmte Veranstaltungen für eine Prüfung in einem Gebiet kombinierbar sind, kann sich diese Kombinierbarkeit durch rechtzeitiges Einreichen des Prüfungsplans genehmigen lassen.

Vor der Wahl eines Diplomarbeitsthemas sollte man sich rechtzeitig mit dem betreffenden Fachgebiet vertraut machen, um etwaige besondere Schwierigkeiten überblicken zu können. So empfiehlt es sich auch, die Studienarbeit und das Seminar auf einem verwandten Gebiet zu machen. Themen für Studien- und Diplomarbeiten werden aus allen aufgeführten Schwerpunktgebieten angeboten (siehe Aushänge der Fakultät). Für Diplomarbeiten, die an anderen Fakultäten betreut und angefertigt werden, ist eine Genehmigung durch den Prüfungsausschuß der Fakultät für Informatik erforderlich. Sie ist rechtzeitig, auf jeden Fall vor Beginn der Diplomarbeit, einzuholen. Der Bearbeitungszeitraum beträgt für eine Diplomarbeit in der Regel sechs Monate und für eine Studienarbeit drei Monate.

Entsprechend der Prüfungsordnung kann sich ein Kandidat in weiteren als den vorgeschriebenen Fächern einer Prüfung unterziehen. Zusatzprüfungen unterliegen bezüglich Genehmigung, Inhalt, Art und Dauer grundsätzlich den gleichen Bedingungen wie Prüfungen in den Pflichtfächern, der Mindestumfang beträgt 6 SWS. Eine Zusatzprüfung muß spätestens vor Ablegen der letzten Prüfungsleistung des Diplomstudienganges beim Prüfungsausschuß beantragt werden.

Weitere Informationen

Für weitere und ausführlichere Informationen zum Informatikstudium an der Universität Tübingen wird auf den Studienplan zum Studium der Informatik verwiesen, der bei der Fakultät für Informatik angefordert werden kann oder über das WWW abgerufen werden kann. Die Diplomprüfungsordnung ist als Alage im Studienplan enthalten. Informationen zum Nebenfach sind auf der Website der Neuphilologische Fakultät zu finden.

[externer Link] Neuphilologische Fakultät: Medienwissenschaft für Informatiker
[externer Link] Infomaterial zum Studiengang Informatik auf den Dekanatsseiten


Letzte Änderung 12.06.2008 - 09:31 Uhr   |   Fehler an Webmaster melden